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Altersbilder und Altenhilfe: Zum Wandel der Leitbilder von by Birgit Baumgartl

By Birgit Baumgartl

Birgit Baumgartl ist als Beraterin/Dozentin in einer Unternehmensberatung tätig, die sich auf soziale Unternehmen und Wohlfahrtsverbände spezialisiert hat.

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67 Polligkeit 1928:20. 62 63 40 den Jahren 1520 bis 1530 entstand eine Reihe von stadtischen Armenordnungen, die die Verantwortung der Gemeinden flir ihre eigenen Armen betonten: es wurden Laien als Gemeindearmenpfleger eingesetzt und Bettelverbote ausgesprochen 68. Die Mittel zur Versorgung der Armen kamen aus Almosenamtem oder Armenkassen69 . Mittelalterliehe 'Spitiiler' wurden in gemeindliche 'Armenhauser' umgewandelt, in denen Hilfebediirftige aller Art, also auch alte Menschen, zusammengefaBt wurden; daneben biidete sieh das Pfrundnerwesen flir wohlhabende betagte Klienten weiter heraus.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts mehrten sich durch hohere Lebenserwartung der Alten die Generationenkonflikte, da das Absterben der einen nieht mehr mit dem Erwachsenenalter der nachsten Generation zusammenfiel. In einer sich schneller andernden Welt begann die Erfahrung der Alten zudem an Wert zu verlieren, wenn auch die der Zeit eigene Hoflichkeit es verbot, das deutlich zu machen. Das Bild des 'ehrwtirdigen Alten' wurde so aufrechterhalten: zur Zeit der franzosichen Revolution machten "revolutionare Moralisten" die alten Menschen zu Vorbildern und stellten den Respekt vor den Alten als eine wesentliche republikanische Tugend fUr eine ideale Gesellschaft dar l8 .

Man begann die verstorbenen Eltern in Leichenpredigten zu ehren. In der 'Tuba rustica' des Barockpredigers Christoph Selhammer aus Bayern heiBt es sogar: "Insgemein halt man eben das, was alt ist, fUr das Best"15. Das Ideal der Aufklarung, die sittliche Vervollkommnung und geistige Hoherbewertung der Personlichkeit ftihrte dazu, daB die Alteren auf vielen Gebieten mit den Jungen mithalten und ihre Erfahrung voll zur Geltung bringen konnte - mit dem Motiv der 'Weisheit des Alter' wird diese Entwicklung umschrieben, wahrend Defizite und Krankheiten des Alters in den Hintergrund rtickten.

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